Ganz einfach Energiesparen

Das Energielabel – wie finde ich mich zurecht?

Ein niedriger Energieverbrauch ist das wichtigste Auswahlkriterium beim Kauf eines Elektrogerätes.
Das Energielabel informiert genau darüber, jedes Gerät im Handel muss es tragen.

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© Iznogood / fotolia

Das Energielabel hilft beim Kauf

Ein niedriger Energieverbrauch ist das wichtigste Auswahlkriterium beim Kauf eines Elektrogerätes. Das Energielabel informiert genau darüber, jedes Gerät im Handel muss es tragen. Damit die Geräte beim Kauf auf einen Blick miteinander verglichen werden können, werden sie nach ihrem Energieverbrauch in sieben Klassen eingeteilt, meist (A+++ bis D). Die Klassen sind auf dem Label durch farbige Balken von dunkelgrün = besonders sparsam bis rot = hoher Verbrauch optisch hervorgehoben. Aber Achtung: immer mehr Geräte unterbieten die beste Klasse A+++ bereits um 10 bis 40 Prozent! Auch wichtige Gebrauchseigenschaften wie Reinigungsleistung oder maximale Füllmenge sind auf dem Energielabel angegeben. Ab September 2015 müssen neben den hier beschriebenen Geräten auch Warmwasserbereiter und Heizungen ein Label tragen.

Waschmaschine

Seit Dezember 2013 dürfen nur noch Waschmaschinen der Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ in den Handel. Zwar sind auf dem Energielabel die Klassen A+++ bis D abgebildet, mittlerweile ist A+ aber die schlechteste Klasse, die noch verkauft werden darf. Bei der Wahl einer effizienten Waschmaschine sind neben der Effizienzklasse auch der Wasserverbrauch und die Schleuderwirkungsklasse entscheidend. Je höher die Schleuderwirkungsklasse – sie reicht von A (beste) bis G (schlechteste) – desto weniger Restfeuchte bleibt nach dem Waschgang übrig.

Wäschetrockner

Wäschetrockner werden in die Energieeffizienzklassen A+++ bis D eingestuft. Konventionelle Kondensationstrockner erreichen maximal B. Die besten Energieeffizienzklassen A+++ bis A werden nur von Geräten mit WärmepumpenTechnologie erreicht. Die sind in der Anschaffung zwar teurer, verbrauchen aber über 50 Prozent weniger Energie als ein B-Gerät. Der Energieverbrauch hängt außerdem davon ab, wie stark die Wäsche zuvor in der Waschmaschine beim Schleudern entwässert wurde. Je höher deren Schleuderdrehzahl, desto weniger Energie benötigt der Trockner anschließend.

Fernseher

TV-Geräte werden in Effizienzklassen von A+++ bis F eingeteilt. TV-Geräte variieren je nach Bildgröße und Ausstattung. Das heißt, dass große Geräte trotz besserer Effizienzklasse mehr Strom verbrauchen können als kleine Geräte mit schlechter Effizienzklasse. Es ist daher sinvoll, auch den absoluten Verbrauch in kWh zu vergleichen. Vergleiche sind daher nur zwischen Geräten gleicher Bildschirmgröße sinnvoll. In der selben Größe verbraucht ein A+-Fernseher rund 70 Prozent weniger Strom als ein Modell der Klasse D. Übrigens: Das Energielabel zeigt den Jahresverbrauch, der sich aus 4 Stunden Normalbetrieb und 20 Stunden Standby am Tag errechnet.

v.l.n.r. © Miele, Bosch, AEG

Geschirrspüler

Die sparsamsten Geschirrspüler befinden sich in der Energielabelklasse A+++. Sie verbrauchen rund 30 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Kategorie A. Das EU-Label informiert außerdem über die Trocknungswirkung, die von A (gut) bis G (schlecht) reicht. Da moderne Geräte einen deutlich niedrigeren Strom- und Wasserverbrauch als noch vor 10 bis 15 Jahren haben, kann sich ein vorzeitiger Austausch durchaus lohnen. Übrigens: Beim Spülen mit Hand wird mehr als doppelt so viel Strom und ein vielfaches an Wasser und Zeit benötigt als mit einem guten Geschirrspüler!

Staubsauger

Seit 1. September 2014 gibt es auch ein Energielabel für Staubsauger mit den Klassen A bis G. Die Einstufung erfolgt nach dem jährlichen Energieverbrauch. Ab September 2017 wird umgestellt auf A+++ bis D, aufgrund des zu erwartenden technischen Fortschrittes. Der jährliche Energieverbrauch in kWh pro Jahr setzt sich zusammen aus dem Energieverbrauch für 50 Reinigungsvorgänge einer Standard-Wohnfläche (87 Quadratmeter) pro Jahr. Mit berücksichtigt wird auch die Staubaufnahme.

Kühlschrank

Ein Kühlschrank arbeitet 24 Stunden am Tag und wird erst nach vielen Jahren ausgetauscht. Umso wichtiger ist bei einem Neukauf der Blick auf die Energieeffizienzklasse. Den niedrigsten Verbrauch haben Geräte der Kategorie A+++. Sie verbrauchen bis zu 50 Prozent weniger als A+-Geräte. Da ungenutzter Kühlraum unnötig Strom benötigt, sollte man sich beim Kauf unbedingt auch über das Fassungsvermögen Gedanken machen.

Backofen

Beim Backofen reicht die Effizienzskala von A bis G. Ab Januar 2015 wird umgestellt auf A+++ bis D, dann werden auch Gasbacköfen gelabelt. Für Kochfelder wird es aber nach wie vor kein Energielabel geben. Denn der tatsächliche Energieverbrauch beim Kochfeld hängt besonders vom Nutzerverhalten ab.

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